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Glossar

Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe zum Thema Uhren.

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Fadenaufhängung
Insbesondere bei antiken französischen Stutzuhren und älteren Comtoise-Uhren (beide vor Mitte des 19.Jahrhunderts) findet man die Fadenaufhängung. Bei diesem System ist das Pendel an einer Fadenschlinge aufgehängt. Nachteil dieses Systems ist die Abnutzung des Fadens, der gelegentlich ausgetauscht werden muss, und die Tatsache, dass sich die Länge des Fadens in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit stark ändert, was die Schwingungsfrequenz des Pendels beeinflusst.
Fallhöhe
Damit bezeichnet man jene Höhe, die das Gewicht zum Ablaufen im und vom Uhrengehäuse bis an den (Gehäuse-)Boden hat. Die Fallhöhe bestimmt die Laufdauer der Uhr.
Feder
Jede mechanische, ebenso elektrische oder elektronische Uhr benötigt Federn. Zumindest eine Kontaktfeder. Für den Fan mechanischer Uhren ist die Kenntnis einiger Grundlagen auf dem Gebiet der Aufzugs- und Spiralfedern interessant. Aufzugsfedern, auch Trieb- und Zugfedern genannt bewirken Folgendes: Die Triebfeder wird als Energiespeicher unter Ausnutzung der elastischen Energie eines Federwerkstoffes genutzt. Eingebracht wird diese Energie durch das Aufziehen (von Hand oder automatisch durch Schwerkrafteinfluss). Wenigstens 15 bis 20 Jahre sollte die Triebfeder halten.
Federantrieb
Die Entwicklung von Taschenuhren wurde erst ermöglicht, als schon im frühen 15. Jahrhundert der sogenannte Federantrieb erfunden wurde. Die älteste erhaltene Uhr mit Federantrieb (und der zugehörigen Schnecke als Gangregulierung) stammt von ca. 1430 und wird als Uhr Philips des Guten von Burgund im Nürnberger germanischen Institut exponiert. Bis zu dieser Zeit waren Uhren ausschließlich durch Gewichte betrieben worden.
Federaufhängung
Das wohl am meisten verwendete System der Federaufhängung ist das Aufhängen an einer Pendelfeder. Diese Pendelfeder besteht meistens aus zwei parallel liegenden Blattfedern (Dicke typischerweise 1/10 mm). Diese Aufhängung kann mit Erfolg bei allen Uhrenarten eingesetzt werden.
Federhaus
Ein Federhaus ist ein wesentlicher Teil der Uhr. Es handelt sich dabei, wie der Name schon sagt, um das Gehäuse zur Aufnahme einer Spiralfeder. Dieses ist meist trommelförmig und zumeist mit einem Deckel verschlossen. Es existieren unzählige Modifikationen von Federhäusern, sehr verbreitet sind Uhrwerke mit Federzug und Spieldosen mit Federzug.
Feinregulierung
Auch Feinstellung genannt: Die Uhren werden in verschiedenen Temperaturbereichen und Lagen auf einen möglichst gleichmäßigen und genauen Gang reguliert. Bei einer Veränderung der Lage einer Uhr kann sich aus unterschiedlichen Gründen (veränderter Schwerpunkt, andere Zapfenreibung etc.) ihren gang verändern. Deshalb werden Uhren je nach Anforderung an die Präzision des Ganges fein eingestellt und fein reguliert.
Feststehendes Federhaus
Schon ab dem16. Jahrhundert wurde die bis dato freiliegende Zugfeder vorwiegend in einer zylinderförmigen Trommel, dem Federhaus, untergebracht. Dadurch sollt eine unkontrollierte Entspannung der Feder bei der Montage und Demontage des Werkes verhindert werden. Bei der älteren Form, dem feststehenden Federhaus, ist dieses fest auf der Werkplatine montiert. Das Antriebsrad mit Sperrkegel ist beweglich auf der Federwelle angebracht und bewirkt somit den Kraftfluss. Das Räderwerk der Uhr erhält während des Aufzuges keinen Antrieb. Das Federhaus wird bei nicht wertvollen Uhren, insbesondere Weckern, zumeist ausgespart.
Feueruhr
Auch Kerzenuhren oder Öluhr genannt. Die Feueruhr (auch: Luntenuhr) wurden in China und Japan meist zu kultischen Handlungen benutzt. Sie zählen zu den Elementaruhren.
In schmalen, bootsförmigen Bronzeschalen, die oft die Form eines langgestreckten Drachen hatten, wurde eine aromatische Masse aus der Rinde des Illicium Religiosum abgebrannt. Quer über diese Schalen hingen Fäden mit daran befestigten Metallkugeln, die von der abbrennenden Glut zertrennt wurden. Die Metallkugeln fielen in eine Schale und zeigten die vergangene Zeit an. Feueruhren wurden oft in Tempeln zu kultischen und rituellen Zwecken verwendet.
Fialen
Das sind die oberen Verlängerungen der eisernen Eckpfeiler spätgotischer Konsoluhren wie bei den Strebepfeilern und Türmchen in der gotischen Architektur. Die Enden der Fialen können als Kreuzblumen, Voluten, Spiralen, Keulen oder Kugeln ausgebildet sein.
Figurenuhr
Eine Figurenuhr als Beispiel: Neben den Kuckucksuhren entstanden im Schwarzwald auch andere einfache Automaten, in der Fachsprache "Figurenuhren", in der Mundart "Männleuhren" genannt. Da rollten die Augen der aufgemalten Figuren im Sekundentakt oder es wurden Glocken geläutet, auch Soldaten konnten aufmarschieren. "Heimkinos" jener Zeit.
Flötenuhr
Dabei handelt es sich zumeist um Bodenstand-, aber auch Wanduhren, die zusätzlich ein mechanisches Orgelwerk mit offenen oder gedeckten Pfeifen besitzen. Musikalische Automaten sind seit dem 16. Jahrhundert häufiger mit Uhren verbunden. Meist im Schwarzwald angefertigte Flötenuhren waren im 18. und frühen 19. Jahrhundert sehr weit verstreut.
Flachrahmenbauweise
Betrifft das Gestell des Uhrwerks, das aus Bandeisen besteht und zu einem türartigen Rahmen oder einer geschlossenen U-Form geschmiedet wurde. Bei älteren Arten werden die Bänder hochkantig zusammengeschmiedet und die Räder durch seitlich eingesetzte Lager gehalten. Bei der zweiten bis ins 18. Jahrhundert verwendeten Art werden die vertikalen Bänder mit ihren breiten Seiten gegenüberstehend zusammengehalten, damit die Räder direkt zwischen den Bändern gelagert werden können. Um ein Schlagwerk unterzubringen, wurde in der Mitte ein drittes vertikales Band eingesetzt. Ursprünglich hingen diese Art Werke offen ohne Gehäuse.
Fliegeruhren
Wie der Name schon sagt: Eine Fliegeruhr ist ein Modell, wie sie seit Anfang des 20 Jahrhunderts für die Bedürfnisse von Fliegern entwickelt wurde. Die Abgrenzung zur ähnlichen Militäruhr besteht vielfach nur in der Vermarktungsstrategie. Da die Luftfahrt damals zu den modernsten Ingenieurleistungen zählte, boten viele Hersteller weit über den tatsächlichen Bedarf Fliegerarmbanduhren an, um am Mythos der Präzision und der Technologie mitzuwirken. Alle Pionierleistungen der Luft- und Raumfahrt finden sich in der Firmengeschichte der betreffenden Uhrenhersteller. Die eigentlichen Fliegeruhren waren schon früh in die Armaturentafel eingebaut und aus den bereits technisch modifizierten Chronometern der Schifffahrt der konstruiert gebaut.
Fly-Back
Fly-back bedeutet wörtlich übersetzt die sogenannte fliegende Nullstellung, bei der durch Betätigung des unteren Drückers der Stoppzeiger angehalten, zurückgestellt und ohne Verzögerung sofort wieder gestartet werden kann. Diese praktische Vorrichtung wurde und wird besonders von Flugzeugpiloten gerne eingesetzt, um schnell und ohne großen Betätigungsaufwand Zwischenzeiten zu messen.
Foliot
Das ist die französische und häufige Bezeichnung für den sogenannten Waag, einen balkenförmigen Gangregler.
Freischwinger
Die Freischwinger umfassen Wanduhren (Regulatoren) aus dem 19. Jahrhundert mit Federantrieb und Pendel in einem dem Möbelstil der Epoche angepaßten Holzgehäuse. Das Pendel schwingt frei außerhalb des nach unten offenen Holzkastens. Freischwinger sind jedoch ebenfalls Pendulen in mannigfaltigen Ausführungen, die am frei schwingenden Pendel das Uhrwerk trägt
Frequenz
Auch als Schwingungsdauer bezeichnet: Bei Uhren die Dauer einer Schwingung (Oszillation) von einem Umkehrpunkt zu anderen und wieder zurück in die Ausgangsstellung. Das Sekundenpendel benötigt dazu zwei Sekunden.
Fronton
Der Begriff stammt aus dem Österreichischen und heißt schlicht und einfach Zifferblattfront.