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Glossar

Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe zum Thema Uhren.

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Türmchenuhr
Eine fast stets immer im Querschnitt rechteckige Tisch- und Wanduhr mit Schlag- und Weckerwerk, deren Gehäuse die Form eines oft reich verzierten Turmes besitzt. Türmchenuhren als Tischuhren sind stets federangetrieben; als Wanduhren haben sie Gewichtsantrieb und als Gangregler eine Radunrast. Die meisten Türmchenuhren sind in Süddeutschland (Augsburg) und Österreich im 16. Und der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden. Türmchenuhren haben stets ein Gehäuse aus Bronze und häufig ein eisernes Werk; nach etwa 1670 wurden Türmchenuhren oft auf Vorder- oder Hinterpendel umgebaut.
Türmeruhr
Die frühe Wanduhr mit Weckerwerk, von Turmwächtern verwendet, die zu gewissen Stunden große Glocken von Hand schlugen. Die wenigen erhaltenen Türmeruhren haben als Gangregler meistens eine lange Waag mit kleinen Gewichten, damit die Uhr sogar für Temporalstunden einreguliert werden konnte.
Tachymeter
Clever gemacht: Eine Uhrenskala zum Messen der Geschwindigkeit. Wird bei einem Chronograph beim Passieren eines Kilometersteins der Sekundenzeiger gestartet, so zeigt dieser beim Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der Tachymeter-Skala die Geschwindigkeit an.
Taschenchronometer
Besonders exakt funktionierende Uhren, deren hohe Ganggenauigkeit durch eine so genannte Chronometer Hemmung gewährleistet wird.
Taschenuhren
Lexikalisch beueichnet als am Körper tragbare, kleinere Uhren, deren Form sich aus den frühen Dosenuhren entwickelt hat. Anfangs oft verdeckt (Sackuhren) getragen, werden Taschenuhren im 17. Und 18. Jahrhundert oft zu Schmuckstücken, die offen am Gürtel siehe Châtelaine) getragen wurden. Im 19. Und frühen 20. Jahrhundert wohnten sie meist in der Westentasche. Häufig sind Taschenuhren auch mit Wecker-, Schlag- und Repetierwerken, mit Chronographen, Datumsanzeigen, Spielwerken und Automaten ausgerüstet worden.
Tastknöpfe
Früh und durchdacht: Schon seit dem 16. Jahrhundert gelegentlich an tragbaren Räderuhren und Monduhren angebrachte Stifte neben den Ziffern. Da bei der 12 ein größerer Stift angebracht ist, konnte von hier aus im Dunkeln die Zeit abgetastet werden.
Taucher-Uhr
Es handelt sich um Modelle, bei denen die absolute Wasserdichtheit wichtig ist. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100 Meter Tiefe (10 bar Druck) sicher. Darüber hinaus spielt die Ablesbarkeit eine wichtige Rolle, weil es ab 40 Meter Tiefe sehr dunkel sein kann. Die in einer Richtung drehbare Lünette zum Einstellen der Tauchzeit ist ebenso unabdingbar.
Telleruhr
Das sind die Wanduhren, deren Front aus Metallblech im Zentrum einen großen Ziffernring trägt. Der Dekor der meist in Süden Deutschlands (Augsburger Telleruhren) während des 17. und im 18. Jahrhunderts hergestellten Uhren folgt besonders eindeutig der Stilrichtung des Kunstgewerbes. Diese Modelle sind fast stets versilbert, seltener vergoldet und besitzen zumeist ein kurzes Vorderpendel
Temporalstunden
Damit ist die Zeiteinteilung bis ins 15. Jahrhundert, bei der Tag und Nacht jeweils in 12 Stunden unterteilt waren, gemeint. Wegen der jahreszeitlich bedingten, unterschiedlich langen Tages- und Nachtzeiten waren im Sommer die Tagesstunden länger, die Nachtstunden kürzer, im Winter umgekehrt (im Gegensatz zu Äquinoktialstunden). Die sogenannten jüdischen oder antiken Stunden zählen zu den Temporalstunden.
Tischuhr
Mittelgroße, tragbare und durch eine Feder angetriebene Uhr im wechselnden Gewand, oft mit Schlagwerk und zahlreichen Indikationen, die auf einen Tisch oder Kamin gestellt werden können, modifiziert. Zu den frühen Tischuhren gehören die Türmchenuhren der Renaissance und die Dosenuhren, später die Stockuhren, die Bracket Clocks und zahlreiche andere mittelgroße Uhrentypen.
Tonfeder
Die dient zur akustischen Angabe der Zeit und ersetzt seit etwa 1800 als Klangerzeuger die früher genutzten Schlagwerksglocken. Tonfedern sind spiralförmig gebogene Stäbe aus Eisen (bei größeren Modellen) oder mit Silber legierte Stäbe (bei Taschenuhren), die vom Schlagwerk angeschlagen und zum Klingen gebracht werden. Sie sind kostengünstiger herzustellen als Glocken. Ihre Verwendung in Taschenuhren hat darüber hinaus den Vorteil, daß die Uhren flacher gebaut werden können, da die Tonfedern zwischen Gehäusewand und Uhrwerk passen.
Torsionspendel
Grundsätzlich: Einen Körper, der periodisch um seine eigene Achse rotiert, nennt man Torsionspendel. Dessen periodische Schwingung ist abhängig von der Masse und von der Beschaffenheit des Fadens. Ein Torsionspendel, auch als Drehpendel bezeichnet ist jene Pendelform, die durch Verdrehen eines Drahtes schwingt. Es besteht aus einem senkrecht aufgehängten Draht, Metallband oder dünnen Metallstab, an dessen Ende der Pendelkörper befestigt ist. Beim Verdrehen des Drahtes um seine Achse tritt die Torsionskraft auf, auf, die wiederum eine Rückstellkraft für das für das Pendel bildet.
Tourbillon
Taschen- oder Armbanduhr mit Drehgestell, das sich, wenn es vom Sekundenrad angetrieben wird, mit der Unruh und Hemmungsteilen einmal in der Minute dreht und eine Unwucht des Unruhsystems und damit Lagefehler ausgleicht. Diese Konstruktion wurde erstmals von Abraham Louis Breguet (1747 - 1823) gefertigt. Vom Zwischenboden (Kleinbodenrad) angetriebene Drehgestelle drehen sich je nach Übersetzungsverhältnis in 5 bis 10 Minuten, vom Minutenrad getriebene Drehgestelle nur einmal in der Stunde. Sie sind erstmals in England von Bonniksen konstruiert worden und werden auch Karusselluhren genannt.
Trieb
Das kleine Zahnrad mit etwa 6-16 Zähnen an der Achse eines großen Rads. Ein anderes Zahnrad greift in den Trieb und überträgt den Antrieb. Die Triebzähne sind entweder aus der Achse gearbeitet (Volltrieb) oder bestehen aus runden Stiften, die von zwei Scheiben gehalten werden, auch Hohl- oder Korbtrieb genannt.
Tritium
Das leicht radioaktive Leuchtmaterial zur Markierung auf dem Zifferblatt, heute aufgrund der harmlosen Strahlenbelastung anstelle von Radium verwendet. Viele Modelle lassen sich gerne im Dunkeln ablesen. Zu diesem Zweck werden die Zifferblätter mit fluoreszierenden Substanzen beschichtet, die Licht speichern und in Dunkelheit abgeben. Bis Anfang der 60er Jahre wurden die Ziffernblätter einiger Modelle auch mit radiumhaltigen Leuchtfarben beschriftet, die eine Aktivität bis zu 150 kBq nachwiesen. Das hatte für die Träger der Uhren eine effektive Äquivalentdosis von ca. 0,01 mSv pro Jahr zur Folge. Im Bereich der Armhaut, wo die Uhren getragen wurden, war allerdings eine deutlich höhere Dosis die Folge. Uhren mit Radium werden heute nicht mehr hergestellt. Der Grund ist aber nicht so sehr die Strahlenexposition für die Träger der Uhren als vielmehr das Risiko der beschäftigten Personen beim Umgang mit dem Radium. In heutigen Uhren wird für die Beschriftung von Leuchtzifferblättern Farbe verwendet, die mit dem niederenergetischen Betastrahler Tritium (H3), einem radioaktiven Nuklid des Wasserstoffs, zum Leuchten angeregt werden.
Turmuhr
Ein großes Uhrwerk, früher immer in einem Pfeilergestell aus Eisen und mit Schlagwerk, das in einem Gebäude die öffentliche Zeit akustisch und meistens auch optisch anzeigte. Es gab sie schon um 1300 nasch Christus, sie besaß die Waag als Schwingungssystem.