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Glossar

Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe zum Thema Uhren.

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Cabochon
Cabochon ist schlicht und einfach formuliert ein rund geschliffener Zierstein, der bisweilen als dekorativer Abschluss einer Aufzugskrone eingesetzt wird.
Caliber
Als Caliber (Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes Uhrwerk. Der Fachterminus für Form und/oder die Größe eines Uhrwerks; es gibt den genauen Werktyp an, ähnlich wie bei Munitionssorten. Früher bezeichnete “Kaliber" den Uhrwerks-Durchmesser, gemessen in Pariser Linien (eine Linie entspricht 2,256 mm). Heute wird mit “Kaliber" im allgemeinen ein Uhrwerk an sich bezeichnet. Die nachfolgende Zahl steht dabei oft nicht im Bezug zum Durchmesser.
Capucine
Eine seltene Rarität: Die Capucine ist eine frühe französische Reiseuhr („antiker Wecker“) von ca. 1820-1840 40: Das Uhrwerk steht auf der Bodenplatte und wird von unten in das Gehäuse geschoben und mit der Bodenplatte am Sockel verschraubt. Matt vergoldete Zifferblattmaske mit eingesetzten massiv silbernen guiollochierten Zifferblättern für die Zeit und für den Wecker.
Carillon
Auch Glockenspielwerk genannt: Vereinzelt sind Carillons schon mit gotischen Uhren verbunden. Carillon ist die französische Bezeichnung für ein „Turmglockenspiel“. Der Ausdruck bezeichnet auch das in Kapellen und Orchestern gespielte Metallstabglockenspiel und Musikstücke, die für das Glockenspiel bestimmt sind. Der Name ist von „quatrillionem“ abgeleitet, dem rhythmischen Anschlag von vier Glocken, wie er bereits im 14. Jahrhundert von Turmwächtern angewandt wurde.
Cartel-Uhr
Eine Wanduhr in einem geschlossenen Gehäuse mit Federantrieb und kurzem Pendel. Ursprünglich waren bei Cartel-Uhren die Gehäuse geschnitzt und vergoldet. Eine insbesondere im Rokoko beliebte Wanduhr im kunstvollen reich verzierten und asymmetrischen Rahmengehäuse. Sie warenhäufig in die Rokokogestaltung einer Raumwand einbezogen. Die Anfangszeit lag um 1730 bis 1740. in der Tat ein musealer Traum für jeden Uhrenliebhaber.
Cerle Tournant-Uhr
Historisch gesehen ein Traum aus Kunst und Präzision: Antike Pendule mit drehenden Ziffernringen. Die museale Rarität gilt als Kapitalanlage. Beispiel: Die "Cercle Tournant" aus Frankreich um 1830/40. Die Prachtuhr ist signiert: Thuret a Paris. Dieser Uhrmacher ist in einschlägigen Meisterverzeichnissen erwähnt. Eine sehr schöne Cercle Tournant, bestehend aus Marmor und feuervergoldeter Bronze, gilt als Kapitalanlage. Nüchtern beschrieben ist die Cercle Tournant-Uhr eine Art Digitale Anzeige der Uhrzeit durch sich horizontal drehende Ziffernscheiben.
Châtelaine
Stilvoll und edel: Die Chatelaine aus dem Französischen, „Die Kette“, ist ein dekorativer Anhänger, mit dessen Hilfe Uhren und andere kleine Gegenstände an der Kleidung befestigt werden. Im heutigen Sprachgebrauch ist damit meist ein mehrgliedriger Anhänger gemeint, der statt einer Uhrenkette an einer Taschenuhr befestigt und ausschließlich dann verwendet wird, wenn die Taschenuhr in einer Frackweste verwahrt wird. Im Französischen ist der Begriff châtelaine in dieser Bedeutung seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachgewiesen. Er entstand aus der Verkürzung des Begriffes "chaîne châtelaine", was übersetzt Burgherren- oder Burgfrauenkette bedeutet.
Châtons
Bei sehr wertvollen und luxuriös gehaltenen Uhren-Modellen werden die Lagersteine aus Rubin in Futter (Chatons) aus Bronze oder Gold eingesetzt; also ein kreisrundes Stück Metall mit in einer Bohrung eingefügten Stein (Steinfutter). Der Chaton seinerseits wird in der Platine, der Brücke oder dem Kloben durch Einpressen oder Verschrauben befestigt.
Champlevé-Technik
Champlevé ist eine filigrane Technik der Emaill-Kunst (Grubenemail bzw. Grubenschmelz). Flache Gruben im Metallgrund werden mit verschiedenfarbigen Glasflüssen gefüllt und nach dem Brennen mit Carborundum geschliffen und anschließend nochmals glatt gebrannt. Bei Uhren betrifft es das Zifferblatt. Beispiel: Das Zifferblatt aus massivem Silber wird traditionell weißgebeizt und später leicht "Champagner" gefärbt. Die Mondscheibe, wie auch die Erdscheibe, wird in Gold gefräst und in Champlevé-Emailtechnik farbig ausgelegt.
Chinoiserie
Chinoiserie - Mode des Hochbarocks, die in Europa noch diverse Male ihren Einzug hielt. Im 18. jahrhundert beeinflusste sie die Rokoko-Ornamentik vor allem in der angewandten Kunst und Dekorationsmalerei durch Motive von chinesischen und japanischen Vorlagen. Bei Uhren jedweder Gestalt, ob Zifferblatt der Taschenuhr oder auf dem Gehäuse der Pendeluhr, war die Chinoisere eine zeitlang sehr in. Beliebte Motive waren dabei abenteuerliche Landschaften mit hohen Bergen, Gewässern, Häuser und Menschen im asiatischen Stil. Der Drache war ein weiteres sehr beliebtes Motiv. In der geheimnisvollen Gestalt des Drachens schienen alle Sehnsüchte nach dem exotischen Land zu verschmelzen.
Chronograph
Der Chronograph, kommt aus den griechischen Bezeichnungen für Chronos für „Zeit“ und grapho für „Ich schreibe“ ab und ist die Bezeichnung für eine Stoppuhr. Erfinder des ersten Chronographen war der Franzose Rieussec im Jahre 1821. Ein Jahr später meldete er auf seine Erfindung ein Patent an. Dieses Modell verfügt über Stunden- Minuten- und Sekundenzeiger und bietet zusätzlich einen weiteren Mechanismus, der einen meist zentral angeordneten Chronographen-Zeiger durch manuelle Betätigung eines Drückers aktiviert, deaktiviert und wieder in Nullstellung bringt, ohne das eigentliche Uhrwerk zu beeinflussen. Mit diesem System lassen sich Zeitspannen von einer Minute bis zu langen 12 Stunden festhalten.
Chronometer
Eine Wissenschaft für sich: Nicht zu verwechseln mit dem Chronographen: Der Chronometer ist eine äußerst genau einregulierte Uhr, die von einer offiziellen Stelle einen Gangschein erhalten hat. Der mechanische Chronometer darf pro Tag eine Gangabweichung zwischen -4 und +6 Sekunden besitzen. Uhren mit der Bezeichnung Chronometer oder Chronometre müssen die Prüfung durch den "Contröle Officiel Suisse des Chronometres", den C.O.S.C., bestanden hat. Dieses Schweizer Amt stellt eine Uhr mit mechanischem Uhrwerk mehrere Tage lang auf den Prüfstand, um Ganggenauigkeit und Beständigkeit unter verschiedenen Bedingungen und bei unterschiedlichen Temperaturen zu testen. Modelle mit einer Gangabweichung von weniger als 10 Sekunden am Tag, dürfen sich Chronometer nennen. Bei dieser Zertifikatsprüfung wird jede Uhr einzeln vom C.O.S.C. überprüft und daher dürfen nur solche, die den Test bestanden haben, auf ihrem Zifferblatt die Aufschrift "Chronometer" tragen. Es kann also nicht eine Uhr Chronometer genannt werden, die ein gleiches Werk beinhaltet, wie eine Uhr, die bereits dieses Zertifikat erhalten hat.
Chronometer-Hemmung
Die Hemmung ist jener Teil des Uhrwerkes, dee das freie Ablaufen (ungesteuerte, spontane Entleerung des Energiespeichers) des Uhrwerkes verhindert und zweitens den Gangregler mit der Energie versorgt, die ihm durch Reibung und andere, äußere Einflüsse verloren geht. Das Prinzip der Chronometer-Hemmung wurde in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts parallel in Frankreich und England von mehreren Uhrmachern in verschiedenen Varianten entwickelt. Der Grund für eine derartige Entwicklung lag darin, daß verschiedene wissenschaftliche Forschungen, wie beispielsweise die astronomische Beobachtungen, ein Präzisions-Zeitmeßgerät benötigten; wie in der Seefahrt, die eine probate Methode zur exakten Bestimmung der geographischen Länge benötigte. Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Chronometerhemmung waren in Frankreich die Uhrmacher Pierre Le Roy und Ferdinand Berthoud, in England die Uhrmacher John Arnold und Thomas Earnshaw.
Chronometrie
Das ist der Oberbegriff für alle die Zeitmessung betreffenden Fachgebiete wie Uhrentechnik und Zeitbestimmung.
Clock
Das englische Wort für Uhr: Die Uhr, kommt aus dem Mittelmittelniederdeutschen: or (e), und aus dem lateinischen hora (die Stunde). Banal gesagt, ein Instrument, das den aktuellen Zeitpunkt anzeigt oder eine Zeitspanne misst. Und das macht die Uhr möglich. In diesem Sinne unterscheiden wir Elementaruhren, Räderuhren sowie elektronische und elektromechanische Uhren.
Comtoise
Der Ursprung der Comtoise-Uhren soll auf einen Nachbau einer hölzernen Turmuhr zurückzuführen sein. Dieser Nachbau aus Eisen soll von Ignace Mayet gebaut worden sein, der um 1660 in der Gegend von Morbier gelebt hat. Sehr weit verbreitet, diese wunderschöne Comtoise-Uhr, die aus der französischen Provinz “Franche-Comté”. Die Comtoise hat eine fast sagenhaft anmutende Geschichte. Sie wurde etwa 230 Jahre lang (ab etwa 1680) mit einem beinahe unveränderten Werk gebaut, wobei sich allerdings ihr Aussehen wegen des technischen Fortschrittes diverse Male veränderte. Die Ursache ihrer Beliebtheit war und ist die einmalige Solidität und Standhaftigkeit. Sie ist durch ihre Robustheit wesentlich sicherer als die etwa in der gleichen Zeit gebaute Schwarzwälder Uhr.
Cuvette
Nüchtern ausgedrückt ist die Cuvette, auch Staubdeckel, der Innen- oder Zwischendeckel im Gehäuse von tragbaren Kleinuhren, der das empfindliche Uhrwerk zusätzlich gegen Verschmutzung schützen soll.
Cylinderhemmung
Die Zylinderhemmung wurde um 1726 von dem Engländer George Graham erfunden und löste die Spindelhemmung ab, da die störenden Reibungsverluste wesentlich geringer waren. Die Vorlage für diese neue Hemmung lieferte der berühmte englische Uhrmacher Thomas Tompion mit der sogenannten Sautroghemmung. Graham verkürzte die Hälse der Dreieckszähne des Hemmrades und fügte dem Zylinder einen zweiten Einschnitt hinzu, Passage genannt, wodurch zwar der Zylinder geschwächt wurde, aber die Unruh viel weiter schwingen konnte. Bis ca. 1800 bestanden die Zylinderhemmungsräder aus Messing. Später wurde durch Urban Jürgensen das haltbarere Hemmungsrad aus Stahl eingeführt. Um den hohen Verschleißerscheinungen entgegen wirken zu können, verwendeten einige Uhrmacher für den Hohlzylinder in leicht abgeänderter Konstruktion Rubin oder Saphir.